Shitstorm droht? Das Hausrecht und die Grenzen

Facebook, Das Hausrecht. Was darf ist? dkalo@flikr
Facebook, Das Hausrecht. Was darf ist? dkalo@flikr

Immer wieder passiert es Facebook Seitenbetreibern, dass auf ihrer Seite völlig artfremde Diskussionen aufkeimen und dadurch die Beiträge zu den eigenen Produkten in den Hintergrund gebracht werden. Meistens durch eine Werbung, bei der etwas ungeschickt, oder auch völlig unbeabsichtigt, für ein eigenes Produkt geworben wir und dazu Elemente benutzt werden, die entweder gerade schon negativ aufgefallen sind, oder aber auch völlig unerwartete, durch Shitstorm unvorbelastete, Elemente, die aber einigen Personen negativ auffallen.

Einer Bank wird „die Wurst vom Brot genommen“!

So erging es zum Beispiel der Bank ING-DiBa mit Dirk Nowitzkie’s „Wurst-Werbung“. Nachdem auf Facebook ausgiebig über Vegane oder Nichvegane Lebensweise Diskutiert wurde musste das Team der ING–DiBa reagieren, was sie auch getan hat. Sie hat letztendlich die Diskussion eingestellt, um den eigenen Produkten und ihren Fragen wieder mehr Platz zu geben. Die an der Diskussion beteiligten wurden darüber vorher informiert und die Diskussion im ersten Schritt verlagert.

Also zusammengefasst: auf der Banken-Fanpage gab es eine ausgiebige Diskussion über Fleisch un dessen Konsum – nicht aber über Finanzen.

Fressnapf „auf den Hund gekommen“?

Bie Fressnapf entstand der Shitstorm durch die ungeschickte Nutzung eines Hundes im Zusammenhang mit einer EM-Verlosung. Einige Zeit zuvor wurde bekannt, dass die Regierung der Ukraine mit einem Hundeproblem sehr unkonventionell umging und das sogar Sponsoren wie Adidas auf ihrer Facebook-Seite zu spüren bekamen. Nun rollte auch über die Facebook-Seite von Fressnapf eine Welle der Empörung, wie man mit einem Hund für ein EM-Gewinnspiel werben könne. Auch das Team von Fressnapf reagierte, wenn auch etwas zögerlich und somit aus Sicht vieler Social Media Experten zu spät. Leider wurden hier sogar unangekündigt Posts gelöscht!

Das Hausrecht – aber was darf ich alles machen?

Hier sind auf jeden Fall die rechtlichen Rahmen von Facebooks Nutzungsbedingungen aber auch die unserer Gesetze zu beachten! Bevor ich mich aber nun zu weit aus dem Fenster lehne, möchte ich das Wort einem Experten sinnbildlich übergeben und verweise auf die Seite von Spreerecht. Dort hat Thomas Schwenke genau zu diesem Thema seine Informationen zusammengefasst.

Nur so viel vorweg: man darf schon Posts und Kommentare löschen! Soviel gibt das Hausrecht her! Man sollte dabei aber sehr vorsichtig vorgehen und immer mit offenen Katrten spielen sowie die Fans vorab darüber informieren was man nun vor hat!

Für alle mit einer Facebook-Seite lege ich die Informationen von Spreerecht ans Herz!

Bitte glauben sie mir: ich wünsche keinem in eine Situation mit einem Shitstorm zu geraten! Es scheint aber immer mehr Mode zu werden, wenn man den eigentlichen Verursacher einer Situation nicht greifen kann, dass dann auf den Seiten von Sponsoren oder am Rande beteiligten FanPages Diskutiert wird (siehe ING-DiBa). Also seinen Sie vorbereitet! Was ich auch empfehle, ist Sie dann schnell Rat bei erfahrenen Community Managern zu holen.

=> ING-DiBa, Veganer und die Grenzen des Hausrechts auf Facebook-Fanseiten

Plan B – Vorsicht ist besser als Nachsicht

Am besten haben Sie für so eine Situation schon vorher einen Plan und wissen sich zu verhalten! Glauben Sie mir, Social Network ist sehr schnell und es überrollen einen die Ereignisse schnelle als Sie „Kartoffelerntemaschiene“ sagen können.

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